mission E: Große Unterschiede von Set-Top-Boxen und TV-Geräten
Berlin, 21.11.2008, dena.
In fast der Hälfte der deutschen Wohnzimmer sorgen Set-Top-Boxen oder Receiver für einen guten Fernsehempfang. Oft laufen diese Geräte aber rund um die Uhr. Kommen zusätzlich stromintensive TV-Geräte zum Einsatz, belastet das die Stromrechnung spürbar. Wer dagegen beim Fernsehen auf energieeffiziente Geräte setzt, kann jährlich bis zu 40 Euro Stromkosten sparen – und durch die konsequente Vermeidung des Stand-by-Betriebs den Energieverbrauch noch weiter senken.

„Als einfache Sofortmaßnahme, um Strom und Geld zu sparen, empfehle ich, Set-Top-Box und TV-Gerät richtig abzuschalten, wenn gerade nicht ferngesehen wird. Fehlt ein Ausschalter, hilft eine schaltbare Steckdosenleiste, beide Geräte gleichzeitig und vollständig vom Netz zu nehmen“,
erklärt Annegret-Cl. Agricola, Bereichsleiterin bei der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena). Gespeicherte Einstellungen bleiben auch ohne Strom erhalten. Eine Ausnahme bilden Pay-TV-Receiver: Diese sollten nicht vom Stromnetz getrennt werden, da auch nachts Updates durch den Anbieter erfolgen.
Richtwerte: 5 Watt im Betrieb und 0,5 Watt im Stand-by
Am meisten spart allerdings, wer von vornherein Geräte mit echtem Ausschalter und geringem Stromverbrauch in Normal- und Stand-by-Betrieb kauft. Bei Set-Top-Boxen zum Beispiel kann der Energieverbrauch bei gleicher Leistung je nach Modell um mehr als 30 Prozent auseinander liegen. Deshalb plant die EU-Kommission, die maximale Leistungsaufnahme von einfachen Geräten in den nächsten Jahren auf fünf Watt im Betrieb und auf 0,5 Watt im Stand-by-Modus zu beschränken. Wer schon heute sparen will, sollte beim Kauf der Set-Top-Box darauf achten, dass ihr Stromverbrauch möglichst nah an diesen Werten liegt.
Grundsätzlicher Tipp: Kritischer Vergleich der Verbrauchswerte
Fernseher gleicher Größe und Ausstattung können bei Stromverbrauch und Kosten sogar um bis zu 60 Prozent voneinander abweichen. Wer hier Strom und Geld sparen will, sollte den Energieverbrauch der Geräte vor dem Kauf kritisch vergleichen. Außerdem gilt: Je größer der Bildschirm des Fernsehers, desto höher der Stromverbrauch im Betrieb – egal ob Röhre, Plasma oder LCD. Und auch mit dem Umfang der technischen Ausstattung steigen die Stromkosten im Betrieb.
*Annahmen: Stromkosten 20 Cent/Kilowattstunde, 4 Stunden Betrieb und 20 Stunden Stand-by an 335 Tagen im Jahr.
- Ein effizientes LCD-TV-Gerät mit 80 Zentimetern Bilddiagonale erreicht 80 Watt im Betrieb und 0,4 Watt im Stand-by, ein vergleichbares ineffizientes Gerät 167 Watt im Betrieb und 3,8 Watt im Stand-by.
- Effiziente einfache Set-Top-Box: 4 Watt im Betrieb und 0,25 Watt im Stand-by, ineffizientes Gerät: 8,2 Watt im Betrieb und 6,6 Watt im Stand-by.

