Soldatentage des Berufsförderungsdienstes Halle in Leipzig und Dresden
Leipzig/Dresden, 02.03.2012, BFD Halle.
Die zivilberufliche Eingliederung von Soldaten auf Zeit in Unternehmen des Freistaates Sachsen war das zentrale Thema der Soldatentage am 16. Februar in Leipzig und am 2. März in Dresden. Der Berufsförderungsdienst Halle, das Beratungszentrum Bundeswehr, Handwerk und Gewerbe Leipzig und die Handwerkskammer Dresden nutzen als gemeinsame Organisatoren regional bedeutsame und publikumswirksame Messen als Veranstaltungsort.

Das Ziel beider Soldatentage, passende Karrierechancen für ausscheidende Soldaten in der sächsischen Wirtschaft auszuloten, war identisch. Doch was auf der Mitteldeutschen Handwerksmesse, die 177.000 Besucher im Leipziger Messegelände zählte, schon lange gute Tradition ist, gestaltete sich zur Baumesse Haus 2012 am Dresdener Elbufer als erfolgreiche Premiere. „Der Aufwand und das große Engagement aller Beteiligten haben sich gelohnt“
, äußerte Klaus Aschermann, Leiter des Berufsförderungsdienstes Halle, zufrieden.

Werbung für den Handwerksmeister bei der Mitteldeutschen Handwerksmesse
Zum elften Mal veranstaltete das Beratungszentrum Bundeswehr – Handwerk und Gewerbe Leipzig einen Soldatentag zur Mitteldeutschen Handwerksmesse. Über 160 Soldaten folgten der Einladung. Von „demografischem Wandel und altersbedingtem Führungswechsel“
der heimischen Wirtschaft sprach Claus Gröhn, Vizepräsident der Handwerkskammer Leipzig, bei seiner Eröffnung und Begrüßung. Leipzigs Bundestagsabgeordneter Thomas Feist warb bei den Soldaten verstärkt um die Qualifikation eines Handwerksmeisters. „Unsere Unternehmen haben stets gute Erfahrungen mit Soldaten als Nachwuchs- und Führungskräfte gesammelt. Wer Erfahrung mit dem Führen von Menschen hat, ist aus der Sicht der Wirtschaft und besonders im Handwerk hochwillkommen.“

Soldatentag als Chance nutzen
„Wir in den Streitkräften entlassen regelmäßig junge Menschen, die in den Streitkräften Qualifikationen erworben haben, und die nun über den Arbeitsmarkt in die Unternehmen und in das Handwerk integriert werden“,
sagte Brigadegeneral Klaus von Heimendahl, Standortältester von Leipzig. „Wer einen Arbeitsplatz bekommen will, der Freude macht, wer sich weiterentwickeln will, wer seine Chancen in der heutigen Gesellschaft nutzen will, muss sich kümmern. Sie tun das, meine lieben Kameradinnen und Kameraden, indem Sie sich heute hier informieren, und das ist gut so.“
Mit den Workshops „Erneuerbare Energien“, „Metallbearbeitung – Kfz- und Elektrotechnik“ sowie „Informationstechnik und Elektronik“, die durch den BFD Halle moderiert wurden, fand der Leipziger Soldatentag seine Fortsetzung. Firmen stellten sich vor, zeigten Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten auf und standen für Gespräche bereit.

Premiere für den Soldatenag auf der Baumesse Haus 2012
„Kompetenz Soldat – Fachkraft für die sächsische Wirtschaft“ lautete das Motto der Premieren-Veranstaltung des BFD Halle und der HWK Dresden auf der mit 25.000 Quadratmetern und 600 Ausstellern größten regionalen Baumesse Deutschlands. Das Informations-Angebot zum Arbeits- und Fachkräftemarkt im Freistaat Sachsen nutzten 32 Soldaten aus den Standorten Delitzsch, Schönewalde, Frankenberg, Dresden, Bad Reichenhall, Füssen und Immendingen.
Gezielte Karriereweg-Planung
Das Interesse derjenigen Soldaten war groß, die in diesem oder nächsten Jahr die Bundeswehr verlassen. Gezielt stellten sie während der Workshops „Erneuerbare Energien und Haustechnik“, „Schweiß-Fachkräfte gesucht“ und „Unternehmensführung und betriebliches Management“ ihre zahlreichen Fragen. Einen professionellen Bewerbungsmappen-Check, wichtiger Anfangsbaustein der Karriereweg-Planung, nahmen die Besucher am Rande der Veranstaltung gern mit.

Vom Stabsunteroffizier zur Betriebswirtin
Am Info-Stand der FASA AG Chemnitz, die sich auf den Bau von Ganzjahressolarhäusern spezialisiert haben, arbeitet Marketingfachkauffrau Kerstin Dechant. Vor wenigen Wochen war die ehemalige Soldatin noch Stabsunteroffizier bei der Bundeswehr. Daniela Sachs, Beraterin des BFD: „Frau Dechant nimmt derzeit ihre Ansprüche wahr und absolviert eine Höherqualifizierung zur Betriebswirtin. Bei der FASA AG Chemnitz ist sie zwei Tage pro Woche Praktikantin.“
Ein gelungener Beleg der zivilberuflichen Eingliederung, von dem alle Seiten profitieren.



